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Autor: Hartmut Fischer | 04.07.2019

Die Nadel im Heuhaufen

Immer wieder sind Vereine auf der Suche nach Geldquellen. Tatsächlich gibt es neben Mitgliedsbeiträgen und Sponsoren noch eine ganze Reihe von Möglichkeiten, öffentliche Mittel oder auch Unterstützung von Stiftungen zu erhalten. Dabei geht es fast ausschließlich um Projektförderungen. Doch allein der Bundesverband Deutscher Stiftungen zählt über 22.200 Stiftungen. Hinzu kommen private Einrichtungen, Fördertöpfe von Kommunen, regionalen Körperschaften, Bundesländern, Bund und Europäischer Union. Wie soll man da die Quellen finden, die für das eigene Projekt den größten Ertrag versprechen? Wenn man einige grundsätzliche Fragen im Vorfeld beantwortet, wird es leichter, den richtigen Förderpartner zu finden.
Bild: Fotolia LLC.

Am Anfang steht das Konzept

Um den richtigen Partner zu finden, muss zunächst das Projektkonzept entwickelt werden. Nur wenn Sie den zeitlichen Ablauf und den Inhalt des Projektes präsentieren können, werden Sie auch in der Lage sein, die Anforderungskriterien für eine Förderung zu analysieren und so die Fördermodelle finden, die zum Projekt passen.

Grundsätzlich: Erst fördern lassen – dann handeln

Grundsätzlich gilt, dass Sie eine Förderung nur erhalten, wenn das Projekt noch nicht begonnen wurde. Da viele Förderer nur einmal im Jahr Mittel vergeben, muss ein Projekt möglichst frühzeitig geplant werden (Vorlauf von einem Jahr ist hier keine Seltenheit).

 

Ohne Eigenanteil geht gar nichts

Es gibt so gut wie keine 100 %-Förderung. Fast immer wird ein bestimmter Eigenanteil verlangt, den Sie finanzieren müssen. Diesen Eigenanteil sollten Sie schon im Projektkonzept kalkulieren. Einige Förderer akzeptieren auch, dass der Verein seinen Eigenanteil durch „Muskelkraft“ erbringt.

Wem nutzt das?

Gerade öffentliche Gelder und Zuwendungen der Stiftungen verlangen einen bestimmten Nutzen des Projektes. Definieren Sie deshalb diesen Nutzen im Vorfeld. Je nachdem fallen dann beispielsweise Stiftungen mit religiösem Charakter aus dem für Sie interessanten Förderrahmen. Aber schließen Sie nicht zu vorschnell bestimmte Förderer aus. Jugendfreizeiten eines Sportvereins können beispielsweise durch die EU oder auch kirchliche Stiftungen gefördert werden, wenn die Reise völkerverständigenden Charakter hat. 

Worum geht es?

Entscheidend für die Förderung ist natürlich, worum es in Ihrem Projekt geht. Die am häufigsten angebotenen Fördergelder gehen an die folgenden Themenbereiche:

  • Soziales Engagement, Gesundheitsförderung, Krankheitsbekämpfung (auch Vorbeugung), Behindertenförderung und Pflege
  • Förderung von Kindern, Jugendlichen, Frauen, Senioren, Familien
  • Bildung, Erziehung, Beschäftigung (Arbeit), Altersversorgung, soziale Grundversorgung
  • Umwelt-, Natur- und Tierschutz
  • Wissenschaft und Forschung
  • Kunst und Kultur, Sport
  • Völkerverständigung und Entwicklungshilfe
  • Politisches, bürgerschaftliches Engagement
  • Brauchtum, Heimat, Landschaftspflege und Denkmalschutz

Mehrere Förderer? Schwierig!

In den meisten Fällen müssen Sie sich für einen Förderer entscheiden. Häufig werden andere Quellen nicht akzeptiert. Was aber neben den Eigenmitteln beziehungsweise -leistungen gern gesehen wird, sind folgende Finanzquellen:

  • Beiträge von Partnern, die am Projekt beteiligt sind;
  • Einnahmen, die mit dem Projekt erzielt werden;
  • Sponsorengelder;
  • zweckgebundene Spenden.

Wofür dient die Förderung

Oft fördern die Geldgeber beispielsweise nur Investitionen oder stellen Sachmittel zur Verfügung. Auch die Frage, ob eine direkte Unterstützung von Personen vorgenommen wird, spielt hier eine wichtige Rolle. Definieren Sie deshalb im Konzept, wofür die Fördermittel verwandt werden sollen.