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Autor: Ulrich Goetze

Grundlagen der Gemeinnützigkeit

Das Steuerrecht unterscheidet zwischen gemeinnützigen, mildtätigen und kirchlichen Zwecken und regelt die Voraussetzungen der steuerlichen Begünstigungen. Vielfältige Steuerbefreiungen oder -begünstigungen werden den anerkannten Organisationen für die Erfüllung von satzungsgemäßen Aufgaben gewährt. Gefördert werden neben der unmittelbaren Satzungserfüllung auch wirtschaftliche Aktivitäten, wenn diese den Satzungszweck mittelbar fördern oder bestimmte Größenmerkmale nicht überschritten werden. Der Verein hat die Erfüllung der gemeinnützigen Aktivitäten durch seine tatsächliche Geschäftsführung gegenüber dem Finanzamt nachzuweisen.
Bild: Mauritius images

Die 5 häufigsten Fallen

1. Satzungsänderungen entsprechen nicht den steuerlichen Bestimmungen

Das Finanzamt fordert bei einer Satzungsänderung die Aktualisierung auf der Grundlage der steuerlichen Mustersatzung.

2. Unbegründete Ablehnung der Aufnahme neuer Mitglieder

Vereine, deren Zweck auch die Freizeitgestaltung der Mitglieder begünstigt (bspw. Sportvereine) dürfen den Kreis der Mitglieder ohne eine sachliche Begründung klein halten. Damit verletzt der Verein die Bestimmung zur Allgemeinheit.

3. Der Verein unterstützt ein Vereinsmitglied nach einem Unfall

Gemeinnützige Vereine dürfen ihre Mittel nur für den Satzungszweck verwenden. Die unmittelbare Unterstützung von Personen ist nur mildtätigen Organisationen gestattet.

4. Der Verein beauftragt eine andere Organisation mit der Verwirklichung der Satzungszwecke

Die Einschaltung externer Personen oder anderer Organisationen ist nur zulässig, wenn diese als Hilfspersonen im Sinne der Gemeinnützigkeit agieren und einer umfassenden Kontrolle durch den Verein unterliegen.

5. Ein Sportverein zahlt Vergütungen aus, ohne Lohnsteuer und Sozialversicherung einzubehalten und abzuführen

Eine Abgabenhinterziehung führt zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit. Das Argument, dass dadurch mehr Mittel für den gemeinnützigen Bereich zur Verfügung stehen, wird nicht anerkannt.