Vereinsführung

Vereinsführung beschreibt zunächst die Aufgabe, die Zukunft des Vereins erfolgreich zu gestalten.
Dazu zählen: Planung, Organisation, Ressourcenbeschaffung (Mitglieder, Mitarbeiter, Finanzen, Vereinsinfrastruktur), Finanzmanagement.

Die Kontrolle aller Vereinsaktivitäten und die Korrektur bei Fehlentwicklungen gehören ebenfalls dazu. Selbstverständlich gehört auch die Mitarbeiterführung mit zu den Aufgaben.

Die Mitarbeiter sind einzubinden und zu überzeugen, damit die Vereinsentwicklung positiv vorangeht. Führung hat etwas mit Macht zu tun, in verschiedenen Formen können Entscheidungen durchgesetzt werden.

Chancen und Risiken sind zu erkennen und für den Verein zu bewerten. Die Interessen der Mitglieder bilden die Grundlage der Führungsarbeit. Es sind auch die Interessengruppen zu beachten, die mit dem Verein in Verbindung stehen (Stadt/Kreis, Unternehmen, u.v.m.).

Eine weitere Sichtweise beschreibt z. B. die Mitgliederversammlung und den Vorstand als Führungsorgane. Die Aufgabenverteilung für die Führung ist abzustimmen und die damit verbundene Verantwortung ist wahrzunehmen. Den Rahmen für dieses Zusammenspiel gibt die Satzung vor.

Inhalte zum Thema

Der Schatzmeister/Kassierer/Kassenwart verwaltet die Kasse des Vereins und führt ordnungsgemäß Buch über alle Einnahmen und Ausgaben. Soweit die Satzung des Vereins keine expliziten Vorgaben enthält, ist der Schatzmeister allein verantwortlich für alle finanziellen Angelegenheiten des Vereins. Dazu gehören die Finanzplanung, die Erledigung der Buchführung, die Erstellung des Rechnungsabschlusses und die Erledigung der steuerlichen Angelegenheiten. Die Unterrichtung des Vorstands erfolgt durch regelmäßigen Bericht in den Vorstandsitzungen.

Seit der Einführung der Ehrenamtspauschale (§ 3 Nr. 26a EStG) 2007 und deren Erhöhung 2013 auf 720 Euro und der Änderung in § 27 Abs. 3 Satz 2 BGB zum 01.01.2015, wonach der Vorstand nach § 26 BGB sein Amt nur unentgeltlich ausführen soll (vorbehaltlich einer abweichenden Satzungsgrundlage, § 40 BGB), ist das Thema Vergütung des Vorstands des Vereins, aber auch anderer Organmitglieder des e. V. (z. B. „Präsidium“ und Aufsichtsrat), ein zentrales Thema in der Praxis.

Viele gemeinnützige Vereine/Verbände bilden je nach finanziellen Möglichkeiten eigene steuerlich zulässige Rücklagen, um auch langfristig Kapitalreserven zu haben als spätere Unterstützung zur Realisierung und Verfolgung der Vereinsinteressen/Vereinszwecke.

Vereinsführung scheint erst einmal ein einfaches Thema zu sein. Mitgliedsbeiträge einsammeln, Vereinsprogramm organisieren und die Buchhaltung ordentlich machen. Für viele Vereine ist dies aber nicht mehr ausreichend. 

„Nachhaltigkeit“ – ein viel gebrauchtes Wort in heutiger Zeit. Aber mit Gewicht. Es geht, nimmt man die damit verbundenen Gedanken ernst, um die Fortexistenz der Erde und die Möglichkeit, in einer lebenswerten Umwelt und Gesellschaft zu leben. Große Worte – und was soll dies nun für den „kleinen“ Verein bedeuten? Vereine sind Mitakteure in unserer Gesellschaft und bestimmen damit auch die Zukunftsaussichten v. a. folgender Generationen. Sie tragen ihren Anteil der Verantwortung an einer lebenswerten Zukunft. 

Die Analyse ihres Umfelds ist für viele erfolgreiche Unternehmen selbstverständlich. Darauf aufbauend können in der Regel sinnvolle strategische Entscheidungen getroffen, Potenziale erkannt und Risiken eingeordnet werden. Vereine sollten ihr Umfeld ebenfalls genau unter die Lupe nehmen, um aus den gewonnenen Erkenntnissen Maßnahmen abzuleiten und davon zu profitieren. Lesen Sie hier, welche Umfeldfaktoren für Vereine relevant sein können und wie Sie bei der Analyse vorgehen.  

Auf Anregung (§ 24 FamFG) eines Dritten wurde ein Verfahren betreffend die Löschung des Vereins aus dem Vereinsregister eingeleitet. Gegenstand der Überprüfung war das mögliche Vorliegen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs im Sinne der §§ 21, 22 BGB.
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Bei unserer letzten Mitgliederversammlung stand auf unserer Tagesordnung die Entlastung des Vorstands. Vorab gab es Unstimmigkeiten beim Bericht des Schatzmeisters, da dieser einige Fragen der Mitglieder wegen eines Darlehenvertrages für den Umbau unseres Vereinsheims überhaupt nicht beantworten konnte, und der Vorstand nicht einmal wusste, wer den Vertrag ausgehandelt hat. Daraufhin hat die Mitgliederversammlung die Entlastung verweigert. Was bedeutet das jetzt für den Verein? Wie müssen wir jetzt gegen den Vorstand weiter vorgehen?  

Die Nutzung der Steuervorteile, die mit der Erreichung des Gemeinnützigkeitsstatus verbunden sind, gehört zu den wichtigsten Zielen bei Vereinsgründungen. Leider gibt es die "Gemeinnützigkeit" nicht automatisch. Aber wie holt man sich die Anerkennung als gemeinnütziger Verein?

Dem 1. Vorsitzenden obliegt die Verantwortung für die Vereinsführung entsprechend der Satzung, der Tradition des Vereins sowie der Zielvorstellung der Vorstandschaft. 

Schon sehr bald ist es soweit: am 25. Mai 2018 tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) in Kraft. Sie gilt einheitlich EU-weit und will die individuelle Sicherheit im Umgang mit personen-bezogenen Daten auf einen einheitlichen Level erhöhen und festigen (Datenschutz).  

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Dem Protokollführer steht es weitestgehend frei, wie er das Protokoll über die Gründung und erstmalige Mitgliederversammlung eines Vereins führt und welche Formulierungen er wählt. An gewisse inhaltliche Vorgaben ist er jedoch gebunden. Zumal das Protokoll später sowohl beim Vereinsregister eingereicht werden muss, als auch vom Finanzamt bei Antragstellung auf Erlass eines Feststellungsbescheids für die Gemeinnützigkeit des neugegründeten Vereins benötigt wird.