Donnerstag, 08.02.2018 | Autor: Stefan Wagner, Foto: © Corbis

Vorsicht vor Stellenausschreibungen: Diskriminierungen vermeiden!

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Worum geht´s in diesem Thema
  • Verein als Arbeitsgeber
  • Diskriminierung

Auch Vereine und Verbände müssen als Arbeitgeber bei Stellenausschreibungen konsequent darauf achten, dass keine Formulierungen verwendet werden, aus denen eine Benachteiligung für bestimmte Personen hervorgehen könnte. 

Stellenausschreibungen sollten so offen wie möglich in Bezug auf die Person des zukünftigen Arbeitnehmers formuliert werden. Ansonsten könnte sich der Arbeitgeber einer Vielzahl von Entschädigungsansprüchen der abgelehnten Bewerber ausgesetzt sehen, die sich aus dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ergeben.

 

Einzelhinweise

So sollte ein Verein oder Verband beispielsweise auf folgende Aspekte achten:

  • Keine Altersdiskriminierung,
  • „jung“ und „alt“ also nicht verwenden, erst recht keine Altersangaben verwenden,
  • unzulässig: „Deutscher Muttersprachler“,
  • keine Ausgrenzung wegen Herkunft oder Rasse,
  • keine Ausgrenzung bei Staatsangehörigkeiten,
  • möglichst kein Passbild fordern,
  • geschlechtsneutral formulieren.

 

PRAXISHINWEIS:

Vereine und Verbände sollten daher bei ihren Ausschreibungen besser durch eine detaillierte Beschreibung des Beschäftigungsfeldes und der Anforderungen an die beruflichen Kenntnisse und Kompetenzen den Kreis der gewünschten Bewerber eingrenzen.

 

Fundstelle: BAG, Urteil v. 19.05.2016, Az.: 8 AZR 470/14 

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Foto: © Online-Redaktion verein-aktuell.de
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Stefan Wagner ist Jurist und Vereinspraktiker.

Er unterrichtet seit Jahren an der Führungsakademie des ...

Stefan Wagner