Donnerstag, 03.11.2016 | Autor: Susanne Kowalski, Foto: © Fotolia LLC.

Lohnt sich für Vereine der Umstieg auf Office 2016?

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Worum geht´s in diesem Thema
  • Vereinsorganisation

Die Software-Schmiede Microsoft wartet alle Jahre wieder mit einer neuen Office-Version auf. Diese gibt es in unterschiedlichen Zusammenstellungen. Bereits die Vorgängerversionen stellen einen Funktions-umfang zur Verfügung, den kaum ein Anwender ausschöpfen kann. Stellt sich die Frage, was ist wirklich neu und lohnt sich für Vereine der Umstieg auf Office 2016?

Überblick über Microsoft Office 2016

Microsoft Office gibt es in verschiedenen Paketen. Die Variante „Home Office and Business 2016“ beispielsweise dürfte für viele Vereine die richtige Wahl sein. Sie umfasst die folgenden Softwarekomponenten:

  • die Textverarbeitung Microsoft Word
  • die Tabellenkalkulation Microsoft Excel
  • das Präsentationsprogramm Microsoft Power Point
  • das digitale Notizbuch Microsoft OneNote
  • das Organisationstalent Microsoft Outlook.

Größere Vereine, die umfangreiche Datenbestände in Datenbanken verwalten müssen, sind mit der Alternative Microsoft Office Professional 2016 besser bedient. Hier gehören zusätzlich zu den Komponenten des Home and Business Pakets Microsoft Access als Datenbank und Microsoft Publisher. Publisher ist eine Desktop-Publishing-Software, die es möglich macht, Webseiten, Druckpublikationen, Produktpräsentationen usw. komfortabel zu gestalten. Auch diese Komponente kann für viele Vereine ein wertvolles Werkzeug darstellen.

 

Häufige Probleme in der Vereinsarbeit:

Verwaltungsarbeiten

Wie in Unternehmen fallen in Vereinen Verwaltungsaufgaben an. Allerdings sind Vereine im Hinblick auf die zur Verfügung stehende Hard- und Software häufig nicht so gut ausgerüstet.

Knappe Budgets

Vielen Vereinen erlaubt es die finanzielle Situation nicht, die Technik für Büroarbeiten auf den neuesten Stand zu bringen.

Zusammenarbeit

Immer engere Zeitfenster der Vereinsverantwortlichen lassen häufige Meetings nicht zu. Damit verbundene Probleme ließen sich durch eine entsprechende technische Ausstattung lösen. Dafür fehlt es jedoch häufig an Geld.

 

Neuerungen

Für Umsteiger von Office 2013 sind auf den ersten Blick keine großen Unterschiede erkennbar. Die Neuerungen sind recht verborgen. Insgesamt setzt Microsoft ab der Suite 2016 auf mehr Effizienz beim Bearbeiten von Dokumenten. Die Echtzeitbearbeitung von Dokumenten im Team steht wie die Anpassungen an Windows 10 und eine überarbeitete Hilfefunktion im Vordergrund.

Weitere Neuerungen im Überblick:

  • Bereits Office 2013 ermöglichte es Anwendern in Word, Excel und PowerPoint, gemeinsam an Dateien zu arbeiten und gleichzeitig Änderungen an den Dateien durchführen. Diese Funktionalität stellt auch Office 2013 zur Verfügung. Der Einsatz von OneDrive wurde allerdings verbessert. Hier bieten sich insbesondere in der Vereinsarbeit deutliche Vorteile.
  • Neue Layouts – sie laufen unter der Bezeichnung Themen – sind recht nett. Sie sollen durch mehr Kontrast die Augen der Anwender schonen. Einen wirklichen Mehrwert in Sachen Effizienz oder Zusatzfunktionen leisten sie jedoch nicht.
  • Es wird eine neue Hilfestellung zur Verfügung gestellt. Dazu trägt der Anwender seine Frage in ein Suchfeld ein. Office liefert dann Antworten, die zum Thema passen könnten.
  • In Excel gibt es neue Diagrammtypen, z. B. ein Wasserfalldiagramm und eine Prognoserechnung. Für die Vereinsarbeit sind diese eher unbedeutend.

 

HINWEIS

Die letzten Office Versionen im Überblick:

  • Office 2007
  • Office 2010
  • Office 2013
  • Office 2016

Was die Abwärtskompatibilität anbelangt, macht Office 2016 keine Schwierigkeiten. Alte Dateien lassen sich problemlos öffnen und weiterverarbeiten.

 

Fazit

Eine wirkliche Revolution ist Microsoft Office 2016 nicht. Insgesamt gibt es im Vergleich zu der Vorgängerversion Office 2013 nur wenige Neuerungen. Für Vereine, die Office nur für Routinearbeiten wie Korrespondenz erledigen, E-Mail-Verkehr, das Führen von Standardtabellen oder einfache Berechnungen nutzen, lohnt sich der Umstieg definitiv nicht. Da bieten die alten Versionen alles, was der Anwender für herkömmliche Büroarbeiten benötigt. Wer allerdings Wert auf höchste Flexibilität legt und mit mehreren Vereinskollegen elektronisch effizient zusammenarbeiten will, sollte ernsthaft über die Anschaffung von Microsoft Office 2016 nachdenken. Hier kann das neue Office wirklich punkten.

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Foto: © Online-Redaktion verein-aktuell.de
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Susanne Kowalski verfügt über eine langjährige Berufserfahrung im Controlling.

Ihre Fachkompetenz gibt Sie jetzt seit 20 Jahren als Dozentin und Autorin weiter. Sie hat verschiedene ...

Susanne Kowalski