Dienstag, 04.07.2017 | Autor: Prof. Gerhard Geckle, Foto: © Panthermedia

Dienstwagenüberlassung: keine Fahrtüchtigkeit – keine Steuerpflichten!

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Worum geht´s in diesem Thema
  • Dienstwagenüberlassung
  • Firmenwagen

Im Vereins- und Verbandsbereich erhalten Festangestellte/Arbeitnehmer, meist angestellte Führungskräfte, von ihrem Arbeitgeber als zusätzliche Entlohnung einen Dienstwagen zur eigenen Nutzung überlassen.

Wird ein Firmenwagen gestellt, muss der Verein/Verband diesen geldwerten Vorteil nach der sog. 1 %-Regelung bei der monatlichen Gehaltsabrechnung berücksichtigen und als Einnahme bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit miterfassen (§ 8 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG).

Liegt bei einem Arbeitnehmer wegen eigener schwerer Erkrankung eine eingeschränkte Fahrtüchtigkeit/Fahruntüchtigkeit vor und kann dadurch der Wagen weder für berufliche noch private Zwecke genutzt werden, ist der geldwerte Vorteil aus der PKW-Nutzung in Zeiten der Fahruntüchtigkeit nicht als Arbeitslohn zu erfassen. Dies ist somit entsprechend auch bei der laufenden Gehaltsabrechnung für die davon betroffenen Zeiträume vom jeweiligen Arbeitgeber zu berücksichtigen.

 

Fundstelle: Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 24.01.2017, 10 K 1932/16 E, rechtskräftig.

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Foto: © Online-Redaktion verein-aktuell.de
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Prof. Gerhard Geckle ist Fachanwalt für Steuerrecht und selbstständiger Rechtsanwalt in der Kanzlei Dr. Stilz, Behrens & Partner mit Sitz in Freiburg.

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