Mitgliederbefragung

Verwandte Begriffe

Die Mitgliederbefragung im Verein ist eine systematische Form der Analyse, die sich an den Regeln der empirischen Sozialforschung orientiert. Es geht darum, zuverlässige Ergebnisse zu erzielen.
Häufig erfolgt die Mitgliederbefragung in Form eines Fragebogens, der von Aufbau, Frageformulierung und Antwortmöglichkeiten sorgfältig gestaltet werden muss.

Wichtig: Klare thematische Zielsetzung der Befragung, damit das Befragungsinstrument entsprechend gut aufgebaut werden kann.

Typische Themen sind:

  • Mitgliederzufriedenheit
  • Arbeit der Geschäftsstelle
  • Image des Vereins.

Neben dem Fragebogen ist das Interview (persönliche systematische Befragung) eine verbreitete Form.
Sie wird jedoch in Vereinen selten angewandt. In neuerer Zeit werden Befragungen häufiger auf Basis des Internet online durchgeführt.
Für die Führung von Vereinen sind systematische Kenntnisse über die Mitgliederinteressen und Einschätzung der Leistungen wichtig. Pendant für Nichtmitglieder wäre eine Marktanalyse mit einer Befragung im Einzugsgebiet des Vereins.

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Der Schatzmeister/Kassierer/Kassenwart verwaltet die Kasse des Vereins und führt ordnungsgemäß Buch über alle Einnahmen und Ausgaben. Soweit die Satzung des Vereins keine expliziten Vorgaben enthält, ist der Schatzmeister allein verantwortlich für alle finanziellen Angelegenheiten des Vereins. Dazu gehören die Finanzplanung, die Erledigung der Buchführung, die Erstellung des Rechnungsabschlusses und die Erledigung der steuerlichen Angelegenheiten. Die Unterrichtung des Vorstands erfolgt durch regelmäßigen Bericht in den Vorstandsitzungen.

Viele gemeinnützige Vereine/Verbände bilden je nach finanziellen Möglichkeiten eigene steuerlich zulässige Rücklagen, um auch langfristig Kapitalreserven zu haben als spätere Unterstützung zur Realisierung und Verfolgung der Vereinsinteressen/Vereinszwecke.

Seit der Einführung der Ehrenamtspauschale (§ 3 Nr. 26a EStG) 2007 und deren Erhöhung 2013 auf 720 Euro und der Änderung in § 27 Abs. 3 Satz 2 BGB zum 01.01.2015, wonach der Vorstand nach § 26 BGB sein Amt nur unentgeltlich ausführen soll (vorbehaltlich einer abweichenden Satzungsgrundlage, § 40 BGB), ist das Thema Vergütung des Vorstands des Vereins, aber auch anderer Organmitglieder des e. V. (z. B. „Präsidium“ und Aufsichtsrat), ein zentrales Thema in der Praxis.

Vereinsführung scheint erst einmal ein einfaches Thema zu sein. Mitgliedsbeiträge einsammeln, Vereinsprogramm organisieren und die Buchhaltung ordentlich machen. Für viele Vereine ist dies aber nicht mehr ausreichend. 

Wird einem bislang gemeinnützigen Verein die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt aberkannt, weil in grob fahrlässiger Weise die steuerlichen Pflichten bei der Vereinsführung nicht beachtet wurden, die Steueransprüche wegen KSt, USt und Solz beim Verein und seinem Vermögen jedoch nicht mehr aus wirtschaftlichen Gründen realisiert werden können, kann gegen den gesetzlichen Vertreter und amtierenden Vorstand nach §§ 34 Abs. 1, 69 AO ein Haftungsbescheid des FA ergehen.

Auf Anregung (§ 24 FamFG) eines Dritten wurde ein Verfahren betreffend die Löschung des Vereins aus dem Vereinsregister eingeleitet. Gegenstand der Überprüfung war das mögliche Vorliegen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs im Sinne der §§ 21, 22 BGB.

„Nachhaltigkeit“ – ein viel gebrauchtes Wort in heutiger Zeit. Aber mit Gewicht. Es geht, nimmt man die damit verbundenen Gedanken ernst, um die Fortexistenz der Erde und die Möglichkeit, in einer lebenswerten Umwelt und Gesellschaft zu leben. Große Worte – und was soll dies nun für den „kleinen“ Verein bedeuten? Vereine sind Mitakteure in unserer Gesellschaft und bestimmen damit auch die Zukunftsaussichten v. a. folgender Generationen. Sie tragen ihren Anteil der Verantwortung an einer lebenswerten Zukunft.