Mitgliederbefragung

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Die Mitgliederbefragung im Verein ist eine systematische Form der Analyse, die sich an den Regeln der empirischen Sozialforschung orientiert. Es geht darum, zuverlässige Ergebnisse zu erzielen.
Häufig erfolgt die Mitgliederbefragung in Form eines Fragebogens, der von Aufbau, Frageformulierung und Antwortmöglichkeiten sorgfältig gestaltet werden muss.

Wichtig: Klare thematische Zielsetzung der Befragung, damit das Befragungsinstrument entsprechend gut aufgebaut werden kann.

Typische Themen sind:

  • Mitgliederzufriedenheit
  • Arbeit der Geschäftsstelle
  • Image des Vereins.

Neben dem Fragebogen ist das Interview (persönliche systematische Befragung) eine verbreitete Form.
Sie wird jedoch in Vereinen selten angewandt. In neuerer Zeit werden Befragungen häufiger auf Basis des Internet online durchgeführt.
Für die Führung von Vereinen sind systematische Kenntnisse über die Mitgliederinteressen und Einschätzung der Leistungen wichtig. Pendant für Nichtmitglieder wäre eine Marktanalyse mit einer Befragung im Einzugsgebiet des Vereins.

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Der Schatzmeister/Kassierer/Kassenwart verwaltet die Kasse des Vereins und führt ordnungsgemäß Buch über alle Einnahmen und Ausgaben. Soweit die Satzung des Vereins keine expliziten Vorgaben enthält, ist der Schatzmeister allein verantwortlich für alle finanziellen Angelegenheiten des Vereins. Dazu gehören die Finanzplanung, die Erledigung der Buchführung, die Erstellung des Rechnungsabschlusses und die Erledigung der steuerlichen Angelegenheiten. Die Unterrichtung des Vorstands erfolgt durch regelmäßigen Bericht in den Vorstandsitzungen.

Viele gemeinnützige Vereine/Verbände bilden je nach finanziellen Möglichkeiten eigene steuerlich zulässige Rücklagen, um auch langfristig Kapitalreserven zu haben als spätere Unterstützung zur Realisierung und Verfolgung der Vereinsinteressen/Vereinszwecke.

Das Thema ist nicht neu: Was hat Ehrenamt mit der Zahlung von Geld zu tun? Mit der häufig angesprochenen Schwierigkeit, genug Ehrenamtliche zu finden, rückt diese vermeintliche Lösung schnell in den Blick. Ist es wirklich eine Lösung für das Ehrenamt, durch Bezahlung Menschen anzulocken, oder ist es die Verschiebung von ehrenamtlicher Tätigkeit in die bezahlte Arbeit? 

Wird einem bislang gemeinnützigen Verein die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt aberkannt, weil in grob fahrlässiger Weise die steuerlichen Pflichten bei der Vereinsführung nicht beachtet wurden, die Steueransprüche wegen KSt, USt und Solz beim Verein und seinem Vermögen jedoch nicht mehr aus wirtschaftlichen Gründen realisiert werden können, kann gegen den gesetzlichen Vertreter und amtierenden Vorstand nach §§ 34 Abs. 1, 69 AO ein Haftungsbescheid des FA ergehen.

Ein Verein hatte eine Jugendgruppenreise organisiert. In den Teilnahmebedingungen war geregelt, dass Teilnehmer, die grob gegen die Regeln und Anweisungen der Betreuer verstoßen, auf eigene Kosten nach Hause geschickt werden. Drei Teilnehmer der Gruppe traf dieses Schicksal und einer von ihnen klagte gegen den Verein auf Rückzahlung der anteiligen Teilnehmerkosten.

Seit der Einführung der Ehrenamtspauschale (§ 3 Nr. 26a EStG) 2007 und deren Erhöhung 2013 auf 720 Euro und der Änderung in § 27 Abs. 3 Satz 2 BGB zum 01.01.2015, wonach der Vorstand nach § 26 BGB sein Amt nur unentgeltlich ausführen soll (vorbehaltlich einer abweichenden Satzungsgrundlage, § 40 BGB), ist das Thema Vergütung des Vorstands des Vereins, aber auch anderer Organmitglieder des e. V. (z. B. „Präsidium“ und Aufsichtsrat), ein zentrales Thema in der Praxis.

„Die Verbände sind so weit von der Basis entfernt, die wissen gar nicht, was hier unten passiert.“ „Die Verbandsvorgaben bringen unserem Verein gar nichts, nur Arbeit.“ Nicht selten sind solche Aussagen zu hören, fragt man nach der Zusammenarbeit des eigenen Vereins mit dem Landes- oder Bundesverband. Es gilt, sich das Verhältnis zwischen Verein und Verband noch einmal zu verdeutlichen, auch um damit die Verbandsanbindung für den eigenen Verein möglichst optimal zu nutzen.

Vereinsführung scheint erst einmal ein einfaches Thema zu sein. Mitgliedsbeiträge einsammeln, Vereinsprogramm organisieren und die Buchhaltung ordentlich machen. Für viele Vereine ist dies aber nicht mehr ausreichend. 

Auf Anregung (§ 24 FamFG) eines Dritten wurde ein Verfahren betreffend die Löschung des Vereins aus dem Vereinsregister eingeleitet. Gegenstand der Überprüfung war das mögliche Vorliegen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs im Sinne der §§ 21, 22 BGB.