Donnerstag, 28.04.2016 | Autor: Prof. Gerhard Geckle, Foto: © Corbis

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Es sind nunmehr fast über 31 Millionen Menschen, die sich für die verschiedensten Aufgaben und Herausforderungen ehrenamtlich in ihrer Freizeit über ein rein freiwilliges Engagement auch im Interesse der Allgemeinheit engagieren.

Am 14.04.2016 wurde hierzu der neue Bericht  des bundeseinheitlich ausgewerteten Freiwilligensurveys aus dem Berichtsjahr 2014 mit nachfolgenden Ergebnissen vorgestellt:

 

Es gibt einen weiteren feststellbaren Anstieg von nunmehr fast 40 % aller freiwillig engagierten Menschen in Deutschland im Alter von über 14 Jahren.

Der Auswertung der umfangreichen Untersuchung aus dem Kalenderjahr 2014 ergab, dass sich die meisten Personen

  • im Sportbereich mit 16,3 %,
  • in den Bereichen Schule/Kindergarten mit 9,1 % und
  • für Kultur/Musik noch mit 9,0 % engagierten,

um die wichtigsten Bereiche herauszugreifen.

Diese Engagement-Quote lag in Westdeutschland für 2014 bei 44,8 %, in Ostdeutschland bei 38,5 %, dies trotz eines Anstiegs von mehr als 10 % in den letzten Jahren gerade in den neuen Bundesländern.

Beim Anteil nach Altersgruppen waren  die 14- bis 29-Jährigen mit 46,9 % und der Anteil der 30- bis 40-Jährigen mit 47 % die Spitzenreiter.

Wobei rein zeitlich betrachtet der persönliche Aufwand im Ehrenamt bei 58,1 % der Engagierten sich auf bis zu zwei Stunden pro Woche belief, auch der Anteil von Personen mit höherem Zeitaufwand von wöchentlich sechs Stunden und mehr erfreulicherweise etwas rückläufig ist, dies mit 18,1 %.

Zwar lässt sich erkennen, dass über ein Viertel aller Personen immer noch eine Vorstands- oder Leistungsfunktion ausübt, mit einem höheren Anteil von Männern übrigens. Dieser Anteil der Führungskräfte nimmt jedoch seit 15 Jahren nach diesem aktuellen Bericht kontinuierlich ab. Obwohl ein Drittel der Engagierten schon mehr als 15 Jahre diese freiwillige Tätigkeiten ausübten.

Erstaunlich ist dazu die Feststellung, dass in städtischen Regionen der Anteil der freiwillig Engagierten nur bei 42,7 % liegt, mehr Freiwillige sind es in ländlichen Kreisen/Bereichen mit 45,5 %.

Wobei geschlechtsspezifisch der Frauenanteil bei Bevölkerungsgruppen mit 41,5 % anteilig etwas geringer ausfiel als bei den Männern mit 45,7 % im gesamten Bundesgebiet.

Bezogen auf das Jahr 2014 ist übrigens der Anteil der Engagierten mit Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren sind und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, ähnlich hoch wie bei Personen ohne Migrationshintergrund (46,8 %).

 

Hinweis:

Die Freiwilligensurvey wird im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Fünf-Jahres-Rhythmus erstellt, wobei für 2014 hierzu 28.690 Personen befragt wurden.

Mehr Infos unter: www.bmfsfj.de/

 

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Foto: © Online-Redaktion verein-aktuell.de
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Prof. Gerhard Geckle ist Fachanwalt für Steuerrecht und selbstständiger Rechtsanwalt in der Kanzlei Dr. Stilz, Behrens & Partner mit Sitz in Freiburg.

Prof. Geckle ist u. a. Referent ...

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