Montag, 04.04.2016 | Autor: Hartmut Fischer, Foto: © MEV Verlag

Jubilare feiern – einmal anders

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Worum geht´s in diesem Thema
  • Jubilare im Verein ehren
  • Ehrung von Vereinsmitgliedern
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Die Ehrung langjähriger Mitglieder ist in den Vereinen eine Pflicht, die man einerseits sehr gerne erfüllt – andererseits läuft es meist nach immer dem gleichen Schema ab: Der Jubilar wird vorgestellt, eine kleine Laudatio, eine Urkunde – und das war’s. Gestalten Sie die Ehrung doch einmal anders – und werben Sie damit auch für Ihren Verein.

Das war ihr Vereinsleben

Die Mitglieder, die schon viele Jahre dem Verein dienen, haben in dieser Zeit einiges erlebt. Schönes, Kurioses, Trauriges. In ihrem Vereinsleben spiegelt sich auch die Geschichte des Vereins wider. Das sollten Sie sich zunutze machen.

Stellen Sie eine bunte Show zusammen, in der der Jubilar mit seinem Vereinsleben überrascht wird. Erzählen Sie die Geschichte des Vereins und zeigen Sie dabei auf, wie das Mitglied den Verein mit geprägt und gestaltet hat.

Fotos reichen nicht

Um ein solch buntes Programm zu gestalten, reicht es nicht aus, einige Bilder aus dem Archiv zu kramen und an die Wand zu werfen. Es muss ein Konzept her. Der Gesangverein sollte beispielsweise die alten Lieder, die zu Beginn der Vereinstätigkeit des Jubilars gesungen wurden, auskramen und in der Originalkleidung der jeweiligen Epoche zu Gehör bringen.

Anekdoten, die eigentlich um jeden Jubilar ranken, sollten in kleine Sketche gefasst werden, die dazwischen präsentiert werden. So wird das Programm auch für die Presse interessanter – es gibt gute Motive, die sich für die Veröffentlichung eignen.

Außerdem kann man jeden Abschnitt der „Zeitreise“ beispielsweise mit einer Tanzeinlage einläuten, vom Charleston bis zum Breakdance. So erhalten Sie einen bunten Rahmen, in den man beispielsweise auch die Kinder- und Jugendgruppen des Vereins einbinden kann. Versuchen Sie aber für die Gruppen eine Ausrede zu finden, um nicht zu verraten, was eigentlich geplant ist – der Jubilar soll ja nichts merken.

Der Überraschungsgast

Ein absoluter Höhepunkt ist es natürlich, wenn es gelingt, Überraschungsgäste für die Veranstaltung zu gewinnen. Ein ehemaliger Vereinskamerad, mit dem das Mitglied seinerzeit eng befreundet war, das aber dann verzogen ist, kann vielleicht ausfindig gemacht und zur Feier eingeladen werden.

Bei einem Sportler gibt es vielleicht noch die eine oder andere Anekdote bezüglich der Auseinandersetzung mit einem Schiedsrichter. Wenn diese im Laufe der Zeit eher lustige Züge angenommen hat, könnte man auch diesen Schiedsrichter einladen.

Talkshow

Was früher mal eine lockere Unterhaltung war, ist heute eine Talkshow. Dieses Element eignet sich hervorragend als „roter Faden“ für die Ehrung. Allerdings muss der „Talkmaster“ gut vorbereitet sein. Er sollte sich im Vereinsleben des Jubilars bestens auskennen und weiterhelfen, wenn der zu Ehrende sich vielleicht an die eine oder andere Sache nicht erinnern kann.

Außerdem muss es eine Person sein, die frei reden kann und keine Probleme hat, einmal zu improvisieren. Das hört sich schwieriger an, als es ist – Sie werden bestimmt den richtigen Mann in Ihren Reihen finden.

Die Auszeichnung

Meist erhält der Jubilar auch eine Auszeichnung in Form einer Urkunde oder einer Ehrennadel – vielleicht sogar vom Verband, dem der Verein angehört. Diese Auszeichnung sollte in die „Show“ eingebunden werden. So kann man einen „Thron“ auf der Bühne aufbauen, auf dem der Jubilar als „König des Abends“ Platz nimmt. Der Laudator wird dann von einem „Lakeien“ des Königs angekündigt.

Passen Sie aber auf, dass die Auszeichnung nicht ins Lächerliche abrutscht. Es muss schon allen Gästen klar sein, dass es sich hier um etwas ganz Besonderes handelt. Die Angelegenheit sollte fröhlich sein – aber nicht albern.

Vorbereitung im kleinen Kreis

Das Ganze soll natürlich eine Riesenüberraschung für den Jubilar werden. Darum sollten die Vorbereitungen auch möglichst im kleinen Kreis vorangetrieben werden. Auch hier gilt der Grundsatz, dass man mit der Planung gar nicht früh genug anfangen kann.

Sie werden nicht umhin kommen, Personen aus dem direkten Umfeld des Jubilars einzubinden. Fotos und anderes Material wird man beispielsweise häufig nur vom Partner der zu ehrenden Person erhalten. Hier können Sie nur hoffen, dass man dort „dicht hält“.

Die Presse sollte natürlich informiert werden. Hier reicht aber ein kleiner Hinweis im Anschreiben. Dort hat man ganz sicher keinen Grund, Ihnen und dem Jubilar den Spaß zu verderben. 

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Foto: © Hartmut Fischer, WortMacht
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Hartmut Fischer ist Inhaber von Wort Macht – Textservice & Ideenschmiede.


Er war Pressesprecher und PR-Leiter eines weltweit agierenden Softwarehauses und ist seit 2005 als ...

Hartmut Fischer