Ehrenamt

Das Ehrenamt ist auf eine freiwillige  und unentgeltliche Tätigkeit ausgerichtet. Ehrenamtlich Tätige übernehmen dabei viele Aufgaben in unserer Gesellschaft.
Bei einem Verein kann es daher nicht ausbleiben, dass den Vorstandsmitgliedern, ehrenamtlich tätigen Mitgliedern etc. entstandene Aufwendungen ersetzt werden oder der Zeitaufwand vergütet wird.

Grundsätzlich entscheidet der Verein – also die Mitgliederversammlung – ob dem Vorstand oder sonstigen Führungskräften eine Vergütung bezahlt wird.
Die Entscheidung muss in die Satzung aufgenommen werden oder es gibt einen dokumentierten Beschluss der Mitgliederversammlung. Für Aufwendungen besteht zivilrechtlich ein Anspruch, der den Verein verpflichtet, dem Vorstand diese Kosten zu ersetzen (§§ 27 Abs. 3, 670 BGB). Hierzu gehört grundsätzlich nicht ein eventueller Verdienstausfall oder eine Entschädigung für das "Freizeitopfer".
Der im Auftrag und Interesse des Vereins tätige Vereinsvorstand kann einen Vorschuss verlangen, wenn ihm die Mittel, die ihm zur Verfügung stehen, nicht ausreichen (§ 669 BGB).

Hinweis: Ein Vorstandsmitglied ist grundsätzlich für einen gemeinnützigen Verein unentgeltlich tätig, sofern der Verein nicht innerhalb seiner Satzung eine abweichende Regelung trifft (§ 662 BGB).

 

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Vorstände, aber auch alle weiteren Funktionsträger in Vereinen/Verbänden wie Abteilungsleiter etc. außerhalb des Vorstandsbereichs, können über einen immer noch sehr moderaten Jahresbeitrag eine ausgezeichnete Absicherung über die freiwillige Ehrenamtsversicherung bei der VBG erreichen.

Mit einer recht spektakulären Entscheidung hat das Bundessozialgericht entschieden, dass Ehrenämter grundsätzlich auch dann beitragsfrei in der gesetzlichen Sozialversicherung sind, wenn der engagierte Ehrenamtler eine angemessene pauschale Aufwandsentschädigung erhält, zudem im Ehrenamt auch Repräsentations- sowie Verwaltungsaufgaben für den Träger wahrgenommen werden.

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