Donnerstag, 03.08.2017 | Autor: Stephan Wilcken, Foto: © Panthermedia

Berichtshefte für Auszubildende sind zwingend

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Worum geht´s in diesem Thema
  • Verein als Arbeitgeber
  • Verein als Ausbilder

Ab 01.10.2017 sind die Berichtshefte für die Auszubildenden von diesen zwingend zu führen. Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) ist insoweit geändert worden.

 

Bisherige Rechtslage

Nach der bisherigen Rechtslage war das Führen von Berichtsheften durch die Auszubildenden nur dann notwendig, wenn dies in der entsprechenden Ausbildungsordnung vorgeschrieben war. Es war also nicht in jedem Ausbildungsberuf notwendig, diese so genannten Ausbildungsnachweise zu führen.

 

Neue Rechtslage

Ab 01.10.2017 müssen alle neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge die Klausel enthalten, dass der Auszubildende zur Führung des Berichtsheftes verpflichtet wird. Diese Ausbildungsnachweise können entweder schriftlich oder in elektronischer Form geführt werden. Bereits laufende und bis dahin abgeschlossene Ausbildungsverträge müssen aber nicht geändert werden, wenn sie diese Pflicht nicht enthalten. Aber: bei den „Altverträgen“ ist wie bisher darauf zu achten, ob die jeweilige Ausbildungsordnung das Führen des Berichtsheftes vorschreibt.

Der Verein als Ausbilder ist verpflichtet, die Ausbildungsnachweise regelmäßig zu kontrollieren. Das Berichtsheft muss als Zulassungsvoraussetzung bei der Anmeldung zur Prüfung vorgelegt werden, unterschrieben vom Verein als Ausbilder und dem/der Auszubildenden. In der elektronischen Form des Ausbildungsnachweises reicht die elektronische Signatur.

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Foto: © Lexware verein aktuell
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Stephan Wilcken ist Fachanwalt für Arbeitsrecht, GF des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Bezirksgruppe Freiburg, vertritt und berät die dem Verband angeschlossenen Unternehmen in arbeits- und ...

Stephan Wilcken