Dienstag, 03.01.2017 | Autor: Stefan Wagner, Foto: © Corbis

Fußballspieler haftet nur bei grobem Regelverstoß

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Worum geht´s in diesem Thema
  • Haftungsrecht

Bei kampfbetonten Sportarten, wie z. B. Fußball, nehmen es die Spieler in Kauf, dass gelegentlich unvermeidbare Verletzungen passieren. In diesen Fällen scheiden Schadenersatzansprüche gegen den Gegner aus, wenn der Regelverstoß noch im Grenzbereich zwischen der einem Kampfspiel eigenen gebotenen Härte und der unzulässigen Unfairness liegt.

Das OLG hatte den Fall einer Verletzung zu entscheiden, die auf dem Regelverstoß „Hohes Bein“ basierte.

Diese Grundsätze gelten grundsätzlich bei allen Fußballspielen, bei denen Regelwidrigkeiten vorkommen können. Dies gilt nicht nur bei Meisterschafts- und Rundenspielen, sondern auch in den Ligen, bei denen der Einsatz in der Regel weniger ist – wie bei den „Alten Herren“.

 

Fundstelle: OLG Koblenz, Beschluss v. 10.09.2015, Az.: 3 U 382/15

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Foto: © Online-Redaktion verein-aktuell.de
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Stefan Wagner ist Jurist und Vereinspraktiker.

Er unterrichtet seit Jahren an der Führungsakademie des ...

Stefan Wagner