Steuererklärung

Die Steuergesetze bestimmen, wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist. Auch die Aufforderung durch die Finanzbehörde begründet eine Verpflichtung.

Gemeinnützige Organisationen haben regelmäßig alle drei Jahre eine vereinfachte Körperschaftsteuererklärung (Vordruck Gem1) einzureichen.

Durch Beifügung der

  • Rechnungslegung,
  • einem Tätigkeitsbericht,
  • der Vermögensübersicht mit Nachweisen über die Bildung und
  • Entwicklung der Rücklagen

kann das Finanzamt für den Erklärungszeitraum die endgültige Steuerbefreiung bestätigen.

Inhalte zum Thema

Der Schatzmeister/Kassierer/Kassenwart verwaltet die Kasse des Vereins und führt ordnungsgemäß Buch über alle Einnahmen und Ausgaben. Soweit die Satzung des Vereins keine expliziten Vorgaben enthält, ist der Schatzmeister allein verantwortlich für alle finanziellen Angelegenheiten des Vereins. Dazu gehören die Finanzplanung, die Erledigung der Buchführung, die Erstellung des Rechnungsabschlusses und die Erledigung der steuerlichen Angelegenheiten. Die Unterrichtung des Vorstands erfolgt durch regelmäßigen Bericht in den Vorstandsitzungen.

Das Bundesfinanzministerium hat bereits mit BMF-Schreiben vom 22.09.2015 (BStBl 2015 I S. 745 f.) vereinfachte Spendengrundsätze zugelassen, die es ermöglichen sollen, dass private Spender, vor allem aber auch gemeinnützige Vereine und Hilfsorganisationen, dadurch den finanziellen Rahmen für die Flüchtlingshilfe neben staatlichen Institutionen erleichtern und selbst fördern können. 
Das kann Sie auch interessieren

Die in den Mustern der Zuwendungsbestätigungen vorgegebene Wortwahl und Reihenfolge der Textpassagen sind beizubehalten, etwaige Umformulierungen sind unzulässig.

Die Nutzung der Steuervorteile, die mit der Erreichung des Gemeinnützigkeitsstatus verbunden sind, gehört zu den wichtigsten Zielen bei Vereinsgründungen. Leider gibt es die "Gemeinnützigkeit" nicht automatisch. Aber wie holt man sich die Anerkennung als gemeinnütziger Verein?

Dem 1. Vorsitzenden obliegt die Verantwortung für die Vereinsführung entsprechend der Satzung, der Tradition des Vereins sowie der Zielvorstellung der Vorstandschaft. 

Sie möchten schnell und effizient die für Sie wichtigsten Informationen zu Vereinsthemen erhalten? Den Vereinsreferenten live erleben und die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen? Dann nutzen Sie die Seminare für Vereine!

Dem Protokollführer steht es weitestgehend frei, wie er das Protokoll über die Gründung und erstmalige Mitgliederversammlung eines Vereins führt und welche Formulierungen er wählt. An gewisse inhaltliche Vorgaben ist er jedoch gebunden. Zumal das Protokoll später sowohl beim Vereinsregister eingereicht werden muss, als auch vom Finanzamt bei Antragstellung auf Erlass eines Feststellungsbescheids für die Gemeinnützigkeit des neugegründeten Vereins benötigt wird.  

Seit mehreren Jahren wird das Thema der Umsatzsteuerpflicht auf Mitgliedsbeiträge diskutiert. Inzwischen ist höchstrichterlich geklärt, dass Mitgliedsbeiträge umsatzsteuerbar sein können, auch wenn sich die Finanzverwaltung gegen diese Auffassung immer wieder sträubt, vor allem dann, wenn sie für den Verein günstig ist (z. B. beim Vorsteuerabzug).

Viele gemeinnützige Vereine/Verbände bilden je nach finanziellen Möglichkeiten eigene steuerlich zulässige Rücklagen, um auch langfristig Kapitalreserven zu haben als spätere Unterstützung zur Realisierung und Verfolgung der Vereinsinteressen/Vereinszwecke.

Vereine müssen regelmäßig Steuererklärungen beim Finanzamt einreichen. 

Der Bundesgerichtshof hat nun abschließend und in aller gebotenen Deutlichkeit die vereinsrechtlich hochumstrittene Kernfrage geklärt, ob man auch weiterhin die bewährte Gesellschaftsform des e. V. uneingeschränkt für seine Ziele nach den Satzungsvorgaben nutzen darf. Höchstinstanzlich hat der BGH nun in seiner aktuellen und soeben bekannt gegebenen Entscheidung klargestellt, dass es einem Verein nicht verwehrt ist, auch wirtschaftliche Zwecke mit zu verfolgen, die dem Hauptzweck nach Satzung dienen.

Wieder einmal musste sogar ein Finanzgericht den aufgekommenen Streit mit dem Finanzamt abschließend beurteilen, ob ein ehrenamtlicher, im Ruhestand noch tätiger sog. Auditor mit umfangreichem Fachwissen aus früherer Beratungstätigkeit in der Wirtschaft seine von der Hochschule erhaltene sehr moderate Vergütung steuerfrei stellen kann.