Körperschaftsteuer

Die Körperschaftsteuer wird neben der Gewerbesteuer auf den Gewinn von wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben erhoben.
Die  Körperschaftsteuer  entsteht nach § 30 Nr. 3 KStG für die veranlagte Steuer mit Ablauf des Veranlagungszeitraums; i. d. R. ist das das Kalenderjahr.

Die Steuer beträgt 15 % des Gewinns. Zusätzlich werden 5,5 % Solidaritätszuschlag, berechnet von der Körperschaftsteuer, erhoben.

Hinweis: Diese Steuern sind nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig.

Nach § 156 Abs. 2 AO kann die Festsetzung von Steuern unterbleiben, wenn feststeht, dass die Kosten der Einziehung einschließlich der Festsetzung außer Verhältnis zu dem festzusetzenden Betrag stehen.
Diese Voraussetzung kann im Einzelfall bei kleinen Vereinen erfüllt sein, die einen Freibetrag nach § 24 KStG nicht beanspruchen können. Bei diesen Körperschaften kann das oben erwähnte Missverhältnis insbesondere vorliegen, wenn das Einkommen im Einzelfall offensichtlich 500 Euro nicht übersteigt.

Freibetrag für Vereine

Vom Einkommen der unbeschränkt steuerpflichtigen Vereine ist ein Freibetrag von 5.000 Euro, höchstens jedoch in Höhe des Einkommens, abzuziehen.

Vereine, deren Einkommen den Freibetrag nicht übersteigt, sind nicht zu veranlagen (NV-Fall) und haben Anspruch auf Erteilung einer NV-Bescheinigung.
Diese Vereine müssen keine Körperschaftsteuererklärung abgeben, sondern lediglich die "Erklärung zur  Körperschaftsteuer  und Gewerbesteuer von Körperschaften, die gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen (Gem 1)".

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