Mittwoch, 05.03.2014 | Autor: Online-Redaktion lexware verein-aktuell, Foto: © Project Photos GmbH & Co. KG

Beitrags-Check: Haben Sie bei den Mitgliedsbeiträgen alles im Griff?

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Worum geht´s in diesem Thema
  • Vereinsbeiträge managen
  • Mitgliedsbeiträge
  • Beitragserhöhung im Verein

Der Mitgliedsbeitrag stellt eine der Hauptfinanzierungsquellen eines Vereins dar. Gleichzeitig wird er aber auch häufig zu einem Streitthema, das sich im Extremfall zur Zerreißprobe des Vereins entwickelt. Darum muss der Beitrag mehrere Voraussetzungen erfüllen. 

Er sollte angemessen und ggf. abteilungsgerecht sein, zugleich aber auch soziale Aspekte berücksichtigen. Diese unterschiedlichen Anforderungen können durch ein individuelles Vereinsbeitragssystem gewährleistet werden.

Aufgepasst: diese 6 häufigsten Fallen sollten Sie vermeiden!

1. Das Beitragsvolumen ist insgesamt zu gering

Sponsoring-Einnahmen, Spenden und Zuschüsse sind zu unsicher, um darauf die Vereinsfinanzierung aufzubauen. Die Mitgliedsbeiträge sollten deshalb die Haupteinnahmequelle des Vereins sein. Nur so ist der Verein unabhängig und hat ausreichend Potenzial für die zukünftige Vereinsentwicklung.

2. Keine regelmäßigen Beitragsanpassungen im Verein

Die Mitgliedsbeiträge werden häufig über viele Jahre hinweg nicht angepasst. Durch die Inflation und die steigenden Anforderungen an den Verein wird die eigentlich notwendige Beitragserhöhung dann immer höher. Eine zu starke Beitragserhöhung nach mehreren Jahren erweckt jedoch bei den Mitgliedern den Eindruck, dass die Anhebung zu hoch sei und vom Einzelnen nicht mehr aufgebracht werden kann. Im Extremfall kommt es dann zu Vereinsaustritten.

3. Ungerechte Beitragsgestaltung im Mehrspartenverein

In Mehrspartenvereinen verursachen die einzelnen Abteilungen oft unterschiedlich hohe Kosten. Bei einem einheitlichen Mitgliedsbeitrag entsteht dann die Situation, dass die kostenintensiven von den kostengünstigen Abteilungen mitfinanziert werden. Dieses führt häufig zu Unstimmigkeiten oder sogar zur Abspaltung einzelner Abteilungen vom Verein.

4. Es wird ein Jahresbeitrag erhoben

Eine jährliche Beitragserhebung bringt zwar den geringsten Verwaltungsaufwand mit sich, hat aber den Nachteil, dass der gezahlte Mitgliedsbeitrag und auch Beitragsanpassungen subjektiv deutlich höher empfunden werden. Ein monatlicher oder Quartalsbeitrag wird deshalb nicht als so belastend empfunden.

5. Das Beitragssystem ist zu kompliziert

In einigen Vereinen haben sich im Laufe der Zeit durch verschiedene Beitragsstaffelungen (z. B. Kinder, Jugendliche Erwachsene) -Vergünstigungen (z. B. Familien, Studierende, Rentner) und abteilungs-spezifische Differenzierungen zu komplizierte Beitragssystemen entwickelt. Das kann für potenzielle Neumitglieder abschreckend wirken. Außerdem verursacht das System einen zu hohen Verwaltungsaufwand.

6. Mangelnde Kostentransparenz im Verein

Die Mitglieder haben ein berechtigtes Interesse daran zu erfahren, wofür ihr Mitgliedsbeitrag verwendet wird. Macht man die Kostensituation transparent, kann dadurch eine gewisse Grundakzeptanz für den Mitgliedsbeitrag erzeugt werden. Auch Beitragserhöhungen können dann leichter durchgesetzt werden.

 

Diese Checkliste liefert einen Überblick über die Mitgliedsbeiträge!

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