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28.09.2013, 06:10 von hezeProfil ansehen
SEPA Forum|Mandatsreferenz individuell?
Hallo,

was wird in der Praxis passieren, wenn ich bei der Beitragsabbuchung mittels SEPA als Mandatsreferenz (zusammen mit der Gläubiger-ID) wie bisher nur "Mitgliedsbeitrag" angebe und damit bewusst auf die Individualität verzichte?

Ich bin der Meinung, das wird weder die Zahlungspflichtigen noch die beteiligten Banken interessieren, trotz SEPA-Vorschrift. D. h. die Lastschrift wird wohl nicht zurück gewiesen.

Ich bin 3-facher Vereinkassier, im Einzelfall schon seit über 20 Jahren, und ich weiß dass es weder mich noch die Mitglieder interessiert, welche Mitgliedsnummer sie haben. Das wird sich auch mit SEPA nicht ändern.

Mein Vereinsverwaltungsprogramm kann sehr wohl individuelle Madatsreferenzen, basierend auf der Mitgliedsnummer erzeugen. Ich habe das auch schon für die Prenotification benutzt. Aber was mache ich mit einem Neumitglied, das mir gerade die Beitrittserklärung bzw. das SEPA-Lastschriftmandat ausgefüllt hat? Zu dem Zeitpunkt weiß noch niemand wie seine Mitgliedsnummmer lauten wird; das muss ich als Kassier erst herausfinden und ggf. nachliefern. Das ist in meinen Augen ein total überflüssiger Vorgang, weil wie gesagt die Mitgliedsnummer keinen der Beteiligten interessiert. Das ist mir selbst bei einem Verein mit über 600 Mitgliedern noch nicht untergekommen.

Vielen Dank schon mal für Ihre Antwort.
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19.03.2018, 08:15 von RA Timo Lienig
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Wenn Sie die angedachte Vorgehsnweise beabsichtigen, würden sie gegen die Vorgaben und Richtlinien bzgl. SEPA verstoßen. Folge wäre, dass wenn ein Schaden entsteht der Verein schadenersatzpflichtig ist.
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10.03.2018, 07:38 von franzheinz
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Das genannte Schema ist für den Zweck definitiv ungeeignet. Nahezu alle eineiigen Zwillinge würden hierbei die identische Mandatsreferenznummer erhalten.
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15.10.2013, 09:07 von Greenhorn76
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Die Vergabe einer Mandatsreferenz kann auch ohne EDV-Unterstützung erfolgen, wenn Sie immer ein bestimmtes Schema vorgeben. Z.B.: NACHNAME-20131015. Diese Referenz dürfte dann auch eindeutig sein und ist von jedem Dritten nachzuvollziehen. Damit sparen Sie sich die nachträgliche schriftliche Info an den Zahlungspflichtigen. Als Bänker darf ich Ihnen versichern, dass es keine Prüfung seitens der 1.Inkassostelle auf Eindeutigkeit der Mandatsreferenz geben wird. Vorerst nicht. Dennoch würde ich mit Blick auf ggf. sich ändernde Rahmenbedingungen eindeutige Referenzen vergeben.
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10.03.2018, 07:39 von franzheinz
Das genannte Schema ist für den Zweck definitiv ungeeignet. Nahezu alle eineiigen Zwillinge würden hierbei die identische Mandatsreferenznummer erhalten.
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06.10.2013, 06:57 von RA Timo Lienig
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Je nachdem, welches Vereinsverwaltungsprogramm Sie verwenden, muss die Mandatsreferenz im System hinterlegt und eingetragen werden. Je nach System könnte die Eingabe einer Mandatsreferenz für sämtliche Mandate verweigert werden bzw. eine Fehlerrmeldung zur Folge haben.
Auch beim Online-Banking ist die Mandatsreferenz zwingend anzugeben, ansonsten ist ein Lastschriteinzug nicht möglich.

Auch ist die Vergabe einer individuellen Mandatsreferenz Bestandteil der neuen Inkassovereinbarung, die Sie mit Ihrer Bank abschließen müssen.

Entscheidend ist immer das Bankinstiut des Vereins und nicht des Mitglieds. Grundsätzlich sind Sie in ester Linie dem Bankinstitut des Vereins verpflichtet.

Aufgrund der Tatsache, dass die jeweiligen Bankinstitute die Vorgaben der SEPA-Rictlinien abweichend umsetzten, ist eine Rücksprache mit dem jeweiligen Bankberater stets zu empfehlen.

Beste Grüße
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29.09.2013, 08:36 von RA Timo Lienig
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Sollten keine individualisierten Mandatsreferenzen erteilt und der Bank mitgeteilt werden, ist die Bank grundsätzlich in der Lage Ihren Auftrag zurückzuweisen. Wie die Vorgehnsweise bei einer solchen Sachlage ist, hängt stets vom jeweils zuständigen Bankinstitut ab.

Eine Nachlieferung der Mandatsreferenz zu einem späteren Zeitpunkt ist selbstverständlich möglich.

Sofern Sie Mandatsreferenzen erteilt und diese der Bank übermittelt haben, aber nicht den Mitgliedern mitgeteilt haben, besteht zwar die Möglichkeit eines Einzuges, dieser ist jedoch risikobehaftet, da das Mitglied widersprechen könnte.
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29.09.2013, 09:04 von heze
Danke Herr Lienig!

Jetzt bin ich etwas irritiert: Was hat die Bank damit zu tun, ob die Mandatsreferenz individuell ist? Von welcher Bank sprechen Sie? Von meiner Gläubigerbank oder von der Bank des Mitglieds?

Wenn da z. B. als Mandatsreferenz "Mitglied Nr. 570" steht, dann ist doch auch nicht garantiert, dass das individuell ist?! Warum sollte also ausgerechnet eine der beiden beteiligten Banken die Lastschrift zurückweisen, bloß weil da nur "Mitdgliedsbeitrag" steht?

Und wie teile ich den beteiligten Banken die Mandatsreferenz mit? Das ist doch so gar nicht vorgesehen, sondern nur für den Zahlungspflichtigen selbst?

Um das Mitglied selbst mache ich mir keine Sorgen; ich bin sicher, dass es sich gar nicht dafür interessiert, ob die Mandatsreferenz individuell ist.

Woran erkennt eine Bank, dass die Mandatsreferenz individuell ist oder nicht? Nur daran, ob da irgendeine Nummer in der Mandatsreferenz enthalten ist oder nicht?

Vielen Dank für Ihre Geduld mit mir, Herr Lienig.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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