> zur Übersicht Forum
Userbild
13.01.2017, 03:57 von PeteJudgeProfil ansehen
Allgemeines Forum|Ehrenamtspauschale und Satzung
In 2016 wurde von meinen Tanzverein eine Hostingpauschale (40 €) an verschiedene Mitglieder gezahlt jeweils für die Unterbringung und Verpflegung eines ausländischen Gasttrainer-Paars zu Hause während eines Workshop-Wochenendes. Diese Pauschale wurde als Ehrenamtspauschale gebucht.

Aber in § 3.3 der Vereinssatzung heißt es:
"Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins"
Weiter heißt es in § 3.6:
"Die Mitgliederversammlung kann beschließen, dass bei Bedarf unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Haushaltslage Vereins- und Organämter entgeltlich auf der Grundlage eines Dienstvertrages oder gegen Zahlung einer pauschalierten Aufwandsentschädigung im Rahmen steuer- und sozialversicherungsfreier Freibeträge nach §3 Nummer 26a EStG ausgeübt werden.
Für die Entscheidung über Vertragsbeginn, Vertragsinhalte und Vertragsende ist der geschäftsführende Vorstand zuständig."

Frage: Bedurfte die Auszahlung der Pauschale als Ehrenamtspauschale eines Beschluß der Mitgliederversammlung?
Aber einfache Vereinsmitglieder haben kein Vereinsamt bzw. Amt in einem Organ des Vereins inne, daher denke ich trifft der § 3.6 nur für Vorstandsmitglieder und Beisitzer zu.
Aber was ist mit § 3.3? Verbietet dieser Satz generell die Auszahlung der Ehrenamtspauschale an Mitglieder? Oder handelt es handelt es sich hier vielmehr um eine Aufwandsentschädigung für das Stellen von Betten, Verköstigung der Trainer, Fahren der Trainer zum Unterricht, etc? Also es liegen Leistungen des Mitglieds vor für welche der Verein sonst zahlen müsste?
Userbild
Alle 1 Antworten
Userbild
13.01.2017, 04:43 von Bruder Tom
Profil ansehen
Durch die Unterbringung eines ausländischen Gasttrainerpaares sind denen die diese Unterbringung ermöglichten Kosten entstanden. Sie haben selbstverständlich Anspruch auf Auslagenersatz.
Eine Ehrenamtspauschale ist dies jedoch nicht. Diese müsste in der Satzung verankert sein (was sie hier ist) und durch die Mitgliederversammlung zusätzlich beschlossen werden.
Es wäre also besser dies als Auslagenersatz abzurechnen, was auch pauschal gemacht werden kann.
Das Mitglieder keine Zuwendungen aus Vereinsmitteln erhalten ist insoweit auch richtig, jedoch erkennt das Finanzamt Zuwendungen aus besonderen Anlass bis zu 60 Euro, höchstens jedoch bis zur Höhe dem Mitgliedsbeitrages durchaus an (z.B. Weihnachtsfeier, kleines Geburtstagsgeschenk bei runden Geburtstag usw.)
Userbild
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter